Einfach nur gut
Arbeiten im Software-Mittelstand

Beitrag vom 02 | 03 | 2020

Einfach nur gut Arbeiten im Software-Mittelstand

Was das Recruiting neuer Mitarbeiter betrifft, so ist es für kleinere Unternehmen der Softwarebranche oft eine Herausforderung, im Wettbewerb mit prestigeträchtigen Großunternehmen aufzufallen und talentierte Kollegen für sich zu gewinnen. Dabei hat das Arbeiten im IT-Mittelstand eine Menge Vorteile, wie es unsere Kollegen hier bei böwa auf den Punkt bringen.

Unser Kollege Philipp hat Technomathematik, Informatik und Elektrotechnik studiert. Als Werkstudent wurde er 2012 zur Umsetzung der ersten großen Software-Lösung von böwa eingestellt. Das Team ist seitdem gewachsen und damit auch die Zahl der Projekte. Seit drei Jahren ist er in Vollzeit dabei und entwickelt Software nach den Vorgaben der Kunden.

Philipp, was motiviert Dich, bei einem kleinen Unternehmen wie böwa zu arbeiten?

"Mir gefällt, dass die Türen offenstehen und wir das ganze Team kennen. Ohne große Hierarchien gibt es keinen Wasserkopf und wir kommen schnell zu Entscheidungen und Ergebnissen. So können wir eigenverantwortlich arbeiten und die Projekte für unsere Kunden umsetzen."

Wer heute ein Studium der Informatik oder anderer artverwandter Fächer erfolgreich absolviert hat, dem steht die Arbeitswelt offen, so denkt man. Software-Entwickler oder Datenbankspezialisten werden händeringend gesucht – und das nicht nur auf Seiten der IT-Dienstleister, sondern natürlich auch auf Seiten der Anwender. Die Notwendigkeit zur Digitalisierung hat sämtliche Branchen erfasst und somit ergeben sich auch in für Informatiker eher untypischen Gefilden interessante Jobchancen.

Doch wer kennt es nicht – das Gefühl, nur drei oder vier der zehn geforderten Schlüsselqualifikationen für einen Job mitzubringen, von der geforderten Berufserfahrung ganz zu schweigen? Hier punktet, wer schon während des Studiums über einen Minijob oder eine Werkstudententätigkeit die Theorie in die Praxis umgesetzt hat.

Anita, Du hast als Werkstudentin bei böwa gearbeitet und bist nach Abschluss Deines Informatikstudiums in Vollzeit eingestiegen. Alles richtig gemacht, oder?

"Definitiv, ja! Während des Studiums war vieles graue Theorie und mein Studentenjob als PHP-Entwicklerin bei böwa hat mir gezeigt, was ich tatsächlich schon alles beherrsche und ich echt Dinge bewegen kann. Zugleich habe ich ganz viel Neues dazugelernt und war mittendrin in großen Kundenprojekten. Ich habe schnell ein Stück weit Verantwortung übernehmen dürfen und z.B. direkt Abstimmungen mit dem Kunden vorgenommen. Der Einstieg in die Vollzeitstelle war damit ein fließender Übergang. Und es macht einen auch irgendwie stolz, wenn sich auch die Kunden freuen, dass man nun dauerhaft für sie da ist und nicht nur ein paar Stunden in der Woche."

Dass die Entwicklung individueller, auf den jeweiligen Auftraggeber passend zugeschnittenen Software ein total spannendes Tätigkeitsfeld ist, nehmen viele Bewerber erst einmal nicht so wahr. Oftmals wird dieses eben von kleineren Software-Schmieden bedient, die nicht so bekannt sind. Dabei gehört es zu den Königsdisziplinen, eine wirklich benutzungsfreundliche Software zu entwickeln.

André, was gefällt Dir an der Entwicklung von Individualsoftware?

"Wir haben halt oft die Fälle, wo Unternehmen bei uns anfragen, deren sehr individuelle Arbeitsprozesse z.B. über Excel- oder Access-Anwendungen abgewickelt werden. Diese sind dann oft so komplex und intransparent geworden, dass man sich dafür entscheidet, Software-seitig aufzurüsten und sich eine individuelle Lösung entwickeln zu lassen. Wenn wir diese bewährten Arbeitsprozesse mit einer maßgeschneiderten Software-Lösung abbilden, dann hilft das den Leuten echt weiter. Bei der Entwicklung arbeitet man eng mit den späteren Nutzern zusammen und bekommt so auch direkt Feedback – und das nicht nur im Sinne von „gut und schlecht“, sondern viele Leute kommen mit eigenen Ideen, inspiriert durch unsere bisherige Umsetzung. Bei vielen Nutzern wecken wir hier förmlich das Verlangen nach mehr und die Ideen für effizientere, transparentere oder sicherere Prozesse sprudeln heraus. Das macht schon großen Spaß, weil man regelmäßig sieht, was man geschafft und bewirkt hat."

Freigetränke, Tischkicker sowie andere kleine und größere Aufmerksamkeiten, die viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zuteilwerden lassen, gehören auch bei böwa zum Standard. Aber weitaus wichtiger für unsere Kollegen*Innen hier ist, dass sie Handlungsspielräume haben, Ideen einbringen können und dass sie das Vertrauen der Kunden wie auch der Geschäftsleitung genießen. Einen wertschätzenden und humorvollen Umgang im täglichen Miteinander zu pflegen, weil man sich gut kennt und gegenseitig schätzt. Das ist in manchem Großunternehmen trotz hauptamtlichem Feel-Good-Manager wohl nicht so leicht umzusetzen wie bei einem kleinen Mittelständler.

Mareike und Britta, Ihr seid bei uns die zentrale Anlaufstelle für alle Web-Kunden. Was macht Eure Job bei böwa besonders?

Mareike: "Ich mag die Mischung aus Kreativität und Technik. Reine Programmierung von Software wäre nicht so meins. Bei der Entwicklung einer neuen Website für einen Kunden kommen viele Sachen zusammen und eben nicht nur die reine Programmierung. Dort geht es neben der Umsetzung auch ein Stück weit um Gespür für Design und eigene kreative Ideen, die ich in enger Abstimmung mit Britta entwickle, mit der ich mir auch ein Büro teile. Durch die stetigen Neuentwicklungen im Bereich Web muss ich mich ständig auf dem Laufenden halten, was z. B. neue Webtechnologien, Suchmaschinenoptimierung oder auch Datenschutz angeht. Es wird also nie langweilig."

Britta: "Wir haben uns bei böwa auch im Webdesign darauf spezialisiert, individuelle Websites zu gestalten und arbeiten nur in Ausnahmefällen mit vorgefertigten Templates. Als Grafikdesignerin erarbeite ich hier also für jeden Kunden ein maßgeschneidertes Layout und mache seine Website damit unverwechselbar. Hierbei ist darauf zu achten, dass Fotos, Farben, Formen, Schriftbild und Texte ein harmonisches Miteinander bilden. Was die technischen Aspekte betrifft, arbeite ich eng mit Mareike zusammen, die mir wichtigen Input zu neuen Entwicklungen gibt. Die Technik setzt der Kreativität auch Grenzen, nicht alles ist auf den Punkt umsetzbar und es gibt Vorgaben an die ich mich halten muss. Hier gilt es die Balance zwischen freier Gestaltung und einer gut bedienbaren Website zu halten."

Um im IT-Mittelstand Karriere zu machen, muss man nicht unbedingt studieren. Mit einer Ausbildung als Fachinformatiker zur Anwendungsentwicklung, wie sie unser Kollege Julian derzeit bei böwa absolviert, lernt man das Coden von der Pike auf und verdient bereits gutes Geld. Perfekt für alle, die keine Lust auf graue Theorie in Hörsälen haben.

Julian, was hat Dich dazu bewogen, eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung zu beginnen?

"Für mich war klar, dass ich einen technischen Beruf ergreifen möchte. Programmieren können – das fand ich schon immer faszinierend. Also habe ich im Sommer 2019 bei böwa eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung begonnen. Ich wurde direkt ins Arbeitsgeschehen mit integriert und konnte mit Unterstützung der Kollegen sogar schon eigene Projekte bearbeiten oder helfe bei bereits bestehenden Projekten mit. Bei böwa herrscht stets ein familiärer Umgang und ich lerne viel von meinen Kollegen anstatt ewig Lehrbücher zu wälzen. Meine Berufsaussichten sind super mit einer solchen Ausbildung und ich habe zusätzlich viele Möglichkeiten, mich später noch in speziellen Fachgebieten weiterzubilden."

Und was sagen die Chefs? Schließlich sind sie es, die die Teams zusammenstellen und die Ergebnisse am Ende auch gegenüber den Kunden verantworten müssen.

Sven, was machst Du um neue Teammitglieder in der Softwareentwicklung bestmöglich zu integrieren?

"Wer bei uns anfangen will, kommt erst einmal einen Tag zur Probe. Dabei kann er oder sie sich unsere Technologien und Arbeitsweisen anschauen und uns alle hier ein wenig kennenlernen. Im Normalfall springt schon dann der Funke über und die Leute freuen sich darauf, bei uns anfangen zu können. Um den Einstieg zu erleichtern, steht unsere Kollegin Jasmin in den ersten Wochen sozusagen als Mentorin zur Seite. Als Interaction Designerin kennt sie alle Projekte, die hier im Hause laufen, zudem ist sie auch die Ausbildungsleiterin bei uns und kennt sich daher auch mit vielen organisatorischen Belangen gut aus. Grundsätzlich läuft das Onboarding hier aber meistens von alleine, weil jedes neue Teammitglied von allen immer herzlich aufgenommen wird." 

Uwe, was macht Ihr so alles um gute neue Leute für böwa zu gewinnen?

"Wir haben wirklich gute Erfahrungen mit Werkstudenten*Innen gemacht in den letzten Jahren, die hier wichtige praktische Erfahrungen sammeln können und zugleich unsere Kundenprojekte mit voranbringen. Dafür haben wir aber auch schon immer sehr gute Stundenlöhne bezahlt und wann immer es sich ergab, haben wir die Werkstudenten dann später gern in eine Voll- oder auch Teilzeitstelle übernommen.

Wir lassen den Leuten ihre Freiräume. Dresscodes gibt es nicht, dass allerdings eine gewisse Form beim Kundenkontakt gewahrt wird, ist für alle selbstverständlich. Interne, themenübergreifende Meetings reduzieren wir auf ein Minimum und fördern stattdessen den projektbezogenen Austausch, weil es für alle Beteiligten angenehmer und es einfach viel produktiver ist. Gleichzeitig ist uns das  persönliche, kommunikative Miteinander sehr wichtig, so schaffen wir jede Menge Transparenz im Unternehmen. Wir statten unsere Mitarbeiter*Innen übrigens mit der von ihnen gewünschten Hardware aus – wenn jemand lieber mit Apple als mit Windows arbeitet, dann ist das eben so. Und natürlich bieten wir Möglichkeiten, ein E-Bike oder sogar einen Firmenwagen anzuschaffen, wenn die Position dafür geschaffen ist. Häufig finden wir auch ganz individuelle Arbeitszeitlösungen, da wollen wir gerne einen Schritt auf unsere Leute zugehen. Denn als kleines Unternehmen kann man in so vielen Dingen offener und flexibler sein als es in größeren Strukturen oft der Fall ist. Das ist der Vorteil, den unsere Kollegen*Innen hier sehr schätzen. Und daher bin ich trotz der zunehmend schwierigen Personalsuche sehr optimistisch, dass wir auch in Zukunft mit kleinen, aber besonderen Aktionen gute, motivierte und leidenschaftliche Entwickler auf uns aufmerksam machen können." 

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